2004 bis 2013

 

2004 – Hexen im Sonntagskleid

Nicht als ganz normale Hexen sondern als Hexen im Sonntagskleid ging es an die Fasnacht 2004, angeführt vom Oberhexerich mit einem grossen Grind und leuchtenden gespenstischen Augen, die man bereits von weitem sehen konnte.

Es gab nicht nur eine lange Vorbereitungszeit bis zur Fasnacht sondern auch viele Auftritte:

– 28. September Auftritt in Biel

– 1. November Auftritt in Strengelbach

– Probeweekend im November

Am 29. November trafen wir uns zum Fondueplausch im Berghaus Grauenstein. Einige zogen es vor im Haus zu übernachten, während der Rest der Gruppe zurück zu den Autos, auf dem abenteuerlichen Weg durch den Wald, marschierte.

– 11. Januar Auftritt bei der Zunft zum Dünkelweiher

– 24. Januar Mithilfe und Auftritt an der Littauer Fasnachtseröffnung

– 31. Januar Auftritt beim Gönnerfest der Blattlüüs in der Schüür in Luzern

– 6. Februar Auftritt in Doppleschwand

– 7. und 8. Februar Auftritt in Maulburg mit Umzug am Sonntag und bombigen Auftritt im Zirkuszelt

– 14. Februar Auftritt in Triengen bei den QuäQuäker

– 15. Februar Durchführung und Auftritt am 2. Mövenknall

Während den Fasnachtstagen machten wir die Strassen von Luzern und Littau mit unseren kakaphonischen Klängen unsicher.

Nach der Fasnacht, am 28. Februar, fuhren wir mitten in der Nacht bei Schneefall nach Viareggio (Italien). Der Chauffeur hatte gar keinen Anhänger dabei und so warteten morgens um 03.00 Uhr bereits einige Mitglieder frierend im Schneefall. In Viareggio selber wurde wegen starken Winden der Umzug vom Samstag abgesagt. So war dann ein Strandbesuch oder der Besuch einer der diversen Cafes, Bars oder Pizzerias angesagt. Am nächsten Tag durften wir dann die riesigen Fasnachtswagen bestaunen. Diese waren teilweise fast so hoch wie die Wohnhäuser, also zwischen 9-11 m hoch. Das abenteuerlichste war dann die Heimfahrt in welcher aus dem Anhänger Grinden und Instrumente auf die Autobahn purzelten oder wir wegen fehlender Vignette mitten im Seelisbergtunnel anhalten durften!

 

2005 – Mystery Park

Erich von Dänikens „Mystery Park“ und „seine Ausserirdischen“ füllten die Zeitungsspalten. Als urchige Ausserirdische marschierte die Musig in braun/gelb/roten Kleidern und vorab der Tambi als Erich von Däniken. Das Wagenbauteam bastelte eine mexikanische Pyramide auf den Wagen.
Unseren dritten Möven-Knall führten wir neu im Michaelshof in Littau durch. Es gelang uns, die bekannte Stimmungsband ChueLee, zu engagieren, welche für Bombenstimmung im Saal sorgten.
Da unser Jeep (Zugfahrzeug für unseren Fasnachtswagen) immer reparaturanfälliger wurde, mussten wir uns nach einem Ersatz umsehen. Zu einem Schnäppchenpreis konnten wir einen Pinzgauer, ex Swiss Army, erwerben. Natürlich wurde er wieder im Petronasgrün gespritzt, wie sein Vorgänger, und anschliessend zu unserem Bar- und Kaffeewagen ausgebaut.

 

2006 – Rose d’Or

Das Festival „Goldene Rose“ wechselte von Montreux nach Luzern. Wegen den fehlenden Geldern standen die Veranstalter in der Kritik und der Lokalpresse. Wir griffen dieses Sujet mit dem französischen Namen „Rose d’or“ auf. Die Kleider und Grinden sollten Prominente auf dem roten Teppich darstellen, während unser Tambi als „Meh dräck“-Chris von Rohr daherkam.
Ein weiteres Mal wurde der Möven-Knall am 19. Februar 2006 für unsere Gönner durchgeführt. Wiederum mit ChueLee und zusätzlich mit der Guggenmusik Löchlitramper aus Littau.
Weitere Auftritte folgten in Leuk bei den Schnägguschränzernin Neuenkirch oder in Frankreich.
Wieder einmal waren wir Möven intensiv am Suchen eines Probelokals. Eine Scheune, in Malters, die nicht mehr für landwirtschaftliche Zwecke benutzt wurde war unser Glückstreffer. Im Sommer fand der Ausbau statt. Es wurde ein neuer Raum in die Scheune eingebaut, welcher als Probenraum dient. Gleichzeitig kann das Wagenbauteam am gleichen Ort den Fasnachtswagen bauen und unser Pinzgauer hat einen Parkplatz.

 

2007 – 101 Jahre Dampfschiff Schiller

Das Dampfschiff Schiller wurde 1906 im Vierwaldstättersee vom Stapel gelassen. Also feierte man an der Fasnacht 07 eben „101 Jahre Dampfschiff Schiller“. Per Pinzgauer zogen wir einen Nachbau des Dampfschiffes mit. Voraus mit grimmigen Blick der Käpt`n (Tambi) und dahinter in Damen- und Herrenmode der damaligen Zeit die Mitglieder.
Zum fünften Mal fand der Mövenknall für unsere Gönner im Zentrum Michaelshof in Littau statt. ChueLee, Holzschueh-Musig und die Zöpfligeischter sorgten für tolle Unterhaltung unserer Gäste. Am gleichen Tag folgte ein Auftritt am Zunftmeisterball der Weyzunft. In diesem Jahr konnten wir auch unser 35jähriges Bestehen feiern. Da in der Vereinskasse leider Ebbe herrschte, wurde auf spezielle Feierlichkeiten verzichtet.
In Erinnerung bleibt uns sicher der Fasnachtsumzug in Strasbourg (F). Am 18. März sind wir hingefahren und hatten eine tolle Stimmung im Car. Nach dem Mittagessen fing es an zu regnen und der Umzug wurde kurzfristig abgesagt. Um nicht vergebens angereist zu sein, wollten wir wenigstens einige Stücke zum Besten geben, aber selbst das wurde uns verboten. Darauf ging es halt zurück nach Hause.
Im Mai genossen wir ein Weekend in Maulburg (D).
Am 3./4 November 2007 führte uns eine mehrstündige Carfahrt nach Struth in Thüringen (D). Ein kleines nettes Dorf, umgeben von vielen Windkraftwerken. Im aufgebauten Zelt wurde während fast 4 Stunden ein mit 30 Nummern gespicktes Abendprogramm von den Dorfvereinen der Umgebung auf die Beine gestellt. Mittendrin die Möven. Die Zuschauer waren von unserem Auftritt hell begeistert, hatten sie doch noch nie eine Guggenmusik live gesehen. Fast wie kleine Könige wurden wir behandelt und unser Tambi wurde sogar nach Autogrammen gefragt.
Zur Ausnüchterung sind wir am Sonntagnachmittag im Umzug durch die Gassen und Strassen gezogen. Mit einem weiteren Auftritt verabschiedeten wir uns von den Gästen und ab gings auf die mehrstündige Rückfahrt.

 

2008 – Elfen

Es sollte wieder mal ein etwas anderes Sujet sein und so setzte sich bei den Mitgliedern die „Elfen“ durch. Der Tambi kam als Elfenkönig daher und die Mitglieder in blauvioletten Gewändern und mystischen Grinden.
Auf dem Fasnachtswagen wurden ein Turm und eine Höhle gebaut, welche von seltsamen Figuren bewohnt wurden.Wir hatten es geschafft auf der Radio Pilatus CD „Guuggen Power Volume 4“ mit zu wirken. Es gab diverse Auftritte an der Vorfasnacht wie Bahnhofguggete, Littauer Fasnachtseröffnung, im Schönbühlcenter, beim Zunftmeister der Zunft an der Reuss und an der Karlinight. Den Mövenknall für unsere Gönner führten wir im Michelshof in Littau durch. Nach der Fasnacht folgten diverse Auftritte bei runden Geburtstagen von unseren Mitgliedern und an der nachgeholten Hochzeitsfeier von Manuela und Miguel.

 

2009 – Wikinger

Als grimmige und bewaffnete Wikinger wollten wir im 2009 an die Fasnacht gehen. Das Fasnachtskleid bestand aus mehreren Teilen und es war manchmal schon ein Kampf dieses anzuziehen. Dazu kamen Schwert und Schild, welche zum Instrument noch irgendwie mitgetragen werden sollten. Mit der Zeit sah man immer weniger Mitglieder mit Schildern an der Fasnacht umher laufen. Daneben als Gegenstück unser Mitglied Giorgio, welcher im Internet gleich ein Schwert (sehr schwer, unsere waren aus Holz), Helm und Trinkgefäss orderte und mit entsprechender Frisur und Bart an die Tagwache kam. Im Michaelshof in Littau führten wir für unsere Gönner den Mövenknall durch. Nach Ende dieses Anlasses fand gleich der Nächste statt. Unser Mitglied Roland Vogel feierte seinen 50. Geburtstag mit der gesamten Musik und seinen vielen Gästen.

Daneben gab es viele Anlässe an denen wir unsere fasnächtlichen Klängen vortrugen, so an den Fasnachtseröffnungen von Littau und Malters, am Gröblerball in Rotkreuz, am Löchliball im Restaurant Bahnhöfli in Littau und im Pilatusmarkt in Kriens. Am 7. Februar nahmen wir am Kinderumzug in Buchrain teil. Nicht zu vergessen bleibt die Bahnhofguuggete mit dem Thema: en sauglatti Fasnacht.

Natürlich kommen wieder die Fasnachtstage dazu, welche wir in Luzern und Littau an den traditionellen Umzügen verbrachten. Wie immer gehört dann ein oder mehrere Platzkonzert zum Tagesablauf.

 

2010 – Zeckenplage

Nicht wie viele meinten es ginge um Zicken oder wir hätten das Wort falsch geschrieben. Es  ging um kleine fiese Viecher, welche Spaziergängern in Wald und Wiesen das Leben schwer machten: Zecken.

Zum 10. und letztem Mal lief Marc (Buechi) Bucher als Tambi voran. Er will sein Amt abgeben und fortan wieder Sousaphon spielen. Es wurde viel studiert mit was für Überraschungen wir unseren Tambi beglücken wollten. Einmal stand er im Konfettiregen, dass Monstercorso konnte er bequem im gezogenen Leiterwagen verbringen und wir spielten schon mal andere Lieder als von ihm angesagt. Auch ein “Dankeschön“-Transparent wurde hochgehalten.

Doch bevor die Fasnacht beginnt, gab es doch noch einiges zu berichten. Am 2. Mai fand der Guggermärt in Emmen statt. Der Ruderclub Rotsee kaufte für seine Junioren acht neue Ruderboote  und taufte diese auf Namen von Luzerner Guggenmusiken. Am 23. Mai 2009 wurden die Boote, verbunden mit einem Apero, getauft. Eines der Boote trägt jetzt unseren Namen. Celine Amrein (welche seit Kindesbeinen immer dabei ist) feierte ihren 20. Geburtstag. Selbstverständlich gaben wir ein Ständchen. Im Herbst verbrachten wir in Buochs unser zweitätiges Probeweekend. Am 7. und 8. November wurden wieder die Taschen gepackt und es ging auf nach Offenburg (bzw. in die Nähe davon). Nach einem Kurzauftritt fand eine Weindegustation statt. Einige hatten mehr Augen für die Weinkönigin als für den Wein.

Im neuen Jahr ging es Schlag auf Schlag mit Auftritten an der Bahnhof-Guuggete, im Zentrum St. Michael in Littau für unseren Mövenknall und an der Göggu-Night der Göggüschränzer, am Fasnachtscountdown in Ruopigen, an der FAPA in Kriens und an der Pilatusmarkt-Guuggete in Kriens. Während den Fasnachtstagen wirkten wir an den Luzerner Umzügen, am Littauer Umzug und am Monstercorso mit.

 

2011 – FC Luzern zieht um

Der FCL war 2009 nur knapp nicht abgestiegen und spielte die beiden nächsten Saisons, wegen des Stadionneubaus auf der Allmend, im Gersag-Stadion in Emmen. Hakan lockte die Zuschauer zu tausenden ins Stadion. Im Sommer 2011 sollte der Umzug in das neue Stadion auf der Allmend stattfinden und anschliessend eine der erfolgreichsten Saisons (2011/12) mit dem 2. Schlussrang erfolgen. Also hatten wir an der Fasnacht 2011 ein topaktuelles Thema. Als FCL-Maskottchen Siegfried und Leu marschierten wir angeführt vom brüllenden Tambi-Löwen durch die Gassen. Zwei unserer jüngeren Mitglieder, Nicole Amrein und Marco Häuselmann, feierten ihr 20. Altersjahr. Klar stiessen wir mit ihnen an und spielten einige Musikstücke. Am 1. Mai spielten wir am Guggermärt in Emmen. Am Luzerner Fest verkauften wir als freiwillige Helfer Rondellen und besserten dadurch unsere Vereinskasse auf. Am 28. August fand Hüülers Sommerparty Nr. 4 statt, an welcher wir einen Auftritt hatten. Für unsere Gönner führten wir am 4. September ein Sommerfest im Pfadiheim der Pfadi Musegg in Luzern durch. Am 31. Oktober spielten wir am Lucerne Marathon am Standort Schönbühl in Luzern und am 6. November fand die Fasnachtseröffnung in Hildisrieden statt.

Im neuen Jahr stand die Inthronisation bei der Mättlizunft auf dem Programm. Ein stressiger Tag war der 29. Januar. Am gleichen Tag fand die Bahnhofguuggette und die Littauer Fasnachtseröffnung statt. An beiden Orten gaben wir unsere fasnächtlichen Töne von uns. Den Mövenknall führten wir am 4. Februar im Saal St. Michael in Littau durch. Am 19. Februar ging es mit dem Car für zwei Tag nach Leuk zu den Schnägguschränzern.

Am 26. Februar fand in Horw die Fasnachtseröffnung statt. Nur einen Tag später nahmen wir am Umzug in Dierikon teil. Für einige Mitglieder soll das Aufstehen etwas mühsam gewesen sein. 2011 fand die Fasnacht sehr spät statt, erst am 3. März. Traditionsgemäss stand der Luzerner Umzug am Schmutzigen Donnerstag und Güdismontag, der Littauer Umzug am Sonntag sowie das Monstercorso am Güdisdienstag auf dem Programm.

 

2012 – Dschungel

40 Jahre Guggenmusik Rotseemöven! Selten hat eine Sujetwahl bei den Möven in den letzten Jahren zu solch grossen Diskussionen geführt. Doch mit dem fast ausserirdisch anmutenden Grind und mit gelben- und brauntönigen Kleidern marschierten wir der 40. Fasnacht entgegen.

Während des ganzen Jahres gab es diverse Auftritte. So am 28. Mai am Fasimärt in Emmen, am 30. Oktober beim Lucerne Marathon am Standort Schönbühl, am 11. November am Guggertreffen in Dierikon, am 8. Januar bei den Zöpfligeister in Littau, am 28. Januar in Wolhusen bei den Bahnhofgeischter und bei der Fasnachtseröffnung in Malters am 28. Januar. Dazu kam der Rondellenverkauf am Luzerner Fest welcher jeweils einen Beitrag in unsere Vereinskasse spült. Am 28. November spielten wir als letzte der anwesenden Musiken in der Braui Hochdorf für die CD „Guuggen-Power Volume 8“ unser Lied „Green day“. Für unsere Gönner führten wir am 22. Januar eine öffentliche Probe in Rothenburg durch, an welcher wir viele unserer Gönner begrüssten durften. Wie jedes Jahr bastelten wir für die Bahnhofguggete eines der Objekte, dieses Jahr mit dem Thema „8er Bahn an der Fasnacht“. Das Führen der Festwirtschaft und ein schmissiger Auftritt gehören seit Jahren zum Terminkalender der Möven. Wie immer war die Teilnahme am Luzerner- und Littauerumzug, zusammen mit dem Monstercorso, eines der Highlights an der Fasnacht. Als jubilierende Musik durften wir am Monstercorso an der Spitze mitlaufen, was dann zu einem ausgedehnterem Nachtessen führte. Leider muss auch einmal darauf hingewiesen werden, dass es immer wieder Individien gibt, welche sich einen höllen Spass daraus machen, Fasnachtswagen zu beschädigen oder Material zu stehlen. Auch Fasnachtsgrinden scheinen bei gewissen Personen begehrt zu sein. Wir vermissen immer noch einen Grind!

 

2013 – Gargoyles

Unser Motto für 2013 heisst Gargoyles. Gemäss Wikipedia sind Gargoyles (Wasserspeier) architektonische Elemente – zumeist Rohre oder Rinnen – zur Wasserableitung an den Traufrinnen der Dächer. Das wir mit unserem Sujet damit die vielen Schneefälle an der Fasnacht provoziert haben ist reine Spekulation.

Im Vorstand gab es einige Wechsel. Langgediente Mitglieder gaben ihre Ämter ab, um jüngeren Mitgliedern Platz zu machen.

Am Lucerne Marathon durften wir bei kalten Temperaturen und Schneefall am Standort Schönbühl Luzern spielen. Wir hätten nie gedacht, dass die Kälte und der Schnee an diesem Tag, auch das Fasnachtswetter für 2013 sein wird. Wir hoffen die Läufer und die Zuschauer konnten sich wenigstens an den kakaphonischen Klängen erwärmen. Bei den wenigen Zuschauern war sowieso unser warmer Kaffeeschnaps gefragt. Weitere Auftritte gab es beim Jubiläum der Vamuki-Gosler in Ruswil und beim 50. Geburtstag von Otti Amrein. Wie jedes Jahr spielten wir an der Bahnhofguggete und betreuten die Festwirtschaft. Mit dem Warm-Up im Paulusheim in Luzern stellten wir unser Sujet den vielen Gönnern und ehemaligen Mitgliedern vor. Weitere Auftritte vor der Fasnacht gab es bei der Littauer und Horwer Fasnachtseröffnung. Aktiv marschierten wir an den Umzügen in Luzern und Littau sowie dem Monstercorso mit. Unsere diversen Platzkonzerte gaben wir unter anderem nicht weniger als 4x auf der Stäge (interner Rekord). Nach der Fasnacht durften wir am 50. Geburtstag von Gaby Bischof spielen.